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EOS-Konto erstellen: So kommen Sie zu Ihrem Account Name

Auf EOS (Vaulta) brauchen Sie ein eigenes Konto mit Namen, bevor Sie Token empfangen können. Wir zeigen, wie Sie es kostenlos anlegen, welche Regeln für den EOS Account Name gelten und wie Sie Ihre Schlüssel richtig absichern.

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6 Min. Lesezeit

Auf dieser Seite
  1. Warum EOS ein Konto statt einer Adresse braucht
  2. Regeln für den EOS Account Name
  3. Drei Wege zum eigenen EOS-Konto
  4. Schritt für Schritt: Konto mit Anchor erstellen
  5. Owner, active und Multisig: Berechtigungen verstehen
  6. Bestehendes Konto nach der Umbenennung weiter nutzen
  7. Kosten im Überblick
  8. Typische Fehler beim Anlegen eines Kontos

TL;DR

  • Ein EOS-Konto hat einen lesbaren Namen mit 12 Zeichen (a–z, 1–5, Punkt) statt einer kryptischen Adresse.
  • Konten entstehen durch die Aktion newaccount eines bestehenden Kontos und brauchen rund 3 KB RAM – etwa 1 A.
  • Über Anchor (und Wombat) bekommen Sie ein Konto kostenlos.
  • Jedes Konto hat die Berechtigungen owner und active; Multisig ist eingebaut.

Warum EOS ein Konto statt einer Adresse braucht

Bei Bitcoin oder Ethereum erzeugt Ihre Wallet einfach ein Schlüsselpaar, und die daraus abgeleitete Adresse ist sofort einsatzbereit. EOS – heute Vaulta – funktioniert anders: Hier gibt es echte Konten, die auf der Blockchain registriert sind. Jedes Konto hat einen Namen wie meinkonto123, eigene Berechtigungen und einen eigenen Speicherplatz.

Das hat handfeste Vorteile. Einen Namen kann man sich merken und am Telefon durchgeben, ohne 42 Hex-Zeichen zu buchstabieren. Schlüssel lassen sich austauschen, ohne dass sich die „Adresse“ ändert. Und Mehrfach-Signaturen sind im Protokoll eingebaut, statt über einen eigenen Smart Contract nachgerüstet zu werden.

Der Preis dafür: Ein Konto muss angelegt werden, und das belegt RAM auf der Chain. Irgendjemand muss diesen Speicher bezahlen – Sie selbst, eine Wallet oder ein Dienst. Wie das Ressourcenmodell insgesamt funktioniert, lesen Sie unter EOS RAM, CPU und NET.

12Zeichen pro Standardname
≈ 2.996 BRAM für ein neues Konto
≈ 1 ARAM-Kosten bei Selbstzahlung
2Pflicht-Berechtigungen

Regeln für den EOS Account Name

Ein regulärer Kontoname folgt strengen Vorgaben. Wer sie kennt, spart sich Fehlermeldungen beim Anlegen:

RegelErlaubtNicht erlaubt
Längegenau 12 Zeichenkürzer (außer Premium)
Buchstabena–z kleinGroßbuchstaben, Umlaute, ß
Ziffern1, 2, 3, 4, 50, 6, 7, 8, 9
SonderzeichenPunktBindestrich, Unterstrich, @
AnfangBuchstabeZiffer oder Punkt
EndeBuchstabe oder ZifferPunkt

Ein Beispiel: muellerberl1 funktioniert, Müller-Berlin nicht – Großbuchstaben, Umlaut und Bindestrich sind tabu, und mit 13 Zeichen wäre der Name ohnehin zu lang. Typisch deutsch und trotzdem gültig wären etwa brezelfan123 oder hamburg.hodl (wenn der Suffix-Inhaber mitspielt, dazu gleich mehr).

Premium-Namen und Suffixe

Kürzere Namen wie bier oder Namen mit Punkt-Endung sind Premium-Namen. Kurze Top-Level-Namen werden über eine On-Chain-Auktion (Aktion bidname) versteigert; die Erlöse fließen in den REX-Pool, also an die Staker. Wer einen Suffix wie .bar besitzt, darf als Einziger Unterkonten wie foo.bar anlegen. Das nutzen manche Projekte, um ihren Nutzern Namen mit eigener Endung zu geben.

Drei Wege zum eigenen EOS-Konto

1. Kostenlos über Anchor

Der einfachste Weg für Einsteiger. Anchor legt ein Vaulta-Konto an, dessen Kosten das Netzwerk sponsert. Zur Missbrauchsvermeidung melden Sie sich mit Google oder Apple an; Ihre Schlüssel bleiben dabei als Passkey auf Ihrem Gerät. Wer schon Token hat, kann die Kontogebühr alternativ selbst zahlen. Den kompletten Test der Wallet lesen Sie unter Anchor Wallet.

2. Über andere Wallets

Unicove listet weitere Wallets für die Kontoerstellung, darunter MetaMask (über einen Unicove-Snap) und imToken. Auch Wombat bietet kostenlose Konten mit gesponserten Ressourcen an – allerdings mit Gaming-Fokus und ohne bestätigte A-Unterstützung (siehe Wombat Wallet).

3. Selbst bezahlen

Technisch entsteht jedes Konto durch die Aktion newaccount, die ein bestehendes Konto ausführt. Dieses Konto zahlt den RAM für das neue – rund 2.996 Bytes, wobei Wallets meist 3–4 KB kaufen. Bei zuletzt etwa 0,35 A pro KB sind das ungefähr 1 A, plus die RAM-Gebühr von 0,5 % und eine winzige PowerUp-Miete. Wer schon ein Konto hat, kann so Freunden oder Familienmitgliedern ein Konto anlegen.

Schritt für Schritt: Konto mit Anchor erstellen

  1. Wallet öffnen

    Rufen Sie vaulta.anchorwallet.io auf oder laden Sie die Anchor-App aus dem offiziellen Store. Achten Sie auf den Herausgeber Greymass.

  2. Kontoerstellung starten

    Wählen Sie „neues Konto“ und melden Sie sich mit Google oder Apple an. Diese Anmeldung dient nur dem Schutz vor Massenanmeldungen.

  3. Schlüssel erzeugen

    Ihr Gerät fragt per Face ID, Fingerabdruck oder PIN nach. Dabei entsteht der Passkey, der Ihr Konto steuert.

  4. Kontonamen festhalten

    Notieren Sie den 12-stelligen Namen buchstabengenau. Ein Tippfehler beim Empfangen kann Token an ein fremdes Konto schicken.

  5. Im Explorer prüfen

    Suchen Sie den Namen im EOS-Explorer. Dort sehen Sie Schlüssel, RAM-Kontingent und – nach der ersten Einzahlung – Ihr Guthaben.

  6. Backup anlegen

    Richten Sie für den owner-Schlüssel ein Backup ein, idealerweise auf einem zweiten Gerät oder einer Ledger mit Anchor Desktop.

3D-Illustration einer Checkliste mit Häkchen auf einem Beleg
Name notiert, Explorer geprüft, Backup erstellt – erst dann kommt Geld aufs Konto.

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Owner, active und Multisig: Berechtigungen verstehen

Jedes EOS-Konto hat mindestens zwei Berechtigungen (Permissions):

  • owner – der Generalschlüssel. Er kann alle anderen Berechtigungen ändern, auch active. Wer owner hat, hat das Konto.
  • active – der Alltagsschlüssel für Überweisungen, Staking, Abstimmungen und dApp-Logins.

Unterhalb von active lassen sich eigene Berechtigungen anlegen und mit bestimmten Vertragsaktionen verknüpfen. Ein Beispiel: eine Berechtigung „spielen“, die nur Aktionen eines bestimmten Spiels signieren darf. Wird dieser Schlüssel gestohlen, kann der Dieb keine Token abziehen.

Auch Multisig ist eingebaut: Jede Berechtigung hat eine Schwelle (threshold), und jeder Schlüssel oder jedes Konto darin hat ein Gewicht. Setzen Sie die Schwelle auf 2 und hinterlegen drei Schlüssel mit Gewicht 1, braucht jede Transaktion zwei von drei Unterschriften – praktisch für Firmen, Vereine oder Paare mit gemeinsamer Kasse. Dasselbe Prinzip nutzt das Netzwerk selbst: Das Konto eosio.prods verlangt die Zustimmung von 15 der 21 Block Producer.

Schlüsselformat

Öffentliche Schlüssel haben heute das Format PUB_K1_…. Das ältere Format mit dem Präfix EOS… wird weiterhin akzeptiert – auch nach der Umbenennung in Vaulta. Sehen Sie also in alten Unterlagen einen Schlüssel, der mit „EOS“ beginnt, ist der nicht ungültig.

Bestehendes Konto nach der Umbenennung weiter nutzen

Viele Leser haben schon 2018 oder 2019 ein EOS-Konto angelegt und fragen sich, ob es nach der Umbenennung in Vaulta noch gilt. Die Antwort ist eindeutig: Ja. Die Blockchain ist dieselbe, die Chain-ID unverändert, Konten und Schlüssel funktionieren weiter. Gestakte Token blieben gestakt.

Was Sie tun sollten:

  1. Schlüssel in eine aktuelle Wallet importieren: Am besten in Anchor. Exodus etwa unterstützt den A-Token nicht.
  2. Salden prüfen: Im Explorer sehen Sie getrennt, wie viel A und wie viel alter EOS auf dem Konto liegt.
  3. EOS in A tauschen: Das geht 1:1, ohne Frist und ohne Gebühr über das offizielle Portal. Bei sehr alten Konten fehlt manchmal etwas RAM für die erste A-Buchung – dann hilft ein kleiner RAM-Kauf. Schritt für Schritt: EOS in A tauschen.
  4. Schlüssel modernisieren: Wenn Ihr Schlüssel jahrelang in einer unsicheren Umgebung lag, tauschen Sie ihn per updateauth gegen einen neuen aus – zuerst active, dann owner.

Kosten im Überblick

Ein EOS-Konto verursacht im Wesentlichen einmalige Speicherkosten und danach minimale laufende Kosten:

  • RAM: etwa 3 KB beim Anlegen, ungefähr 1 A. RAM gehört Ihnen und kann später wieder verkauft werden (abzüglich 0,5 % Gebühr).
  • CPU und NET: werden per PowerUp für 24 Stunden gemietet. Eine einfache Überweisung liegt unter der Mindestgebühr von 0,0001 A. Viele Wallets übernehmen das ganz.
  • Erster A-Empfang nach dem Tausch: Für die erste A-Buchung braucht ein Konto zusätzlich etwa 241 Bytes RAM.

Mit unserem interaktiven Rechner auf der Seite EOS-Gebühren und Ressourcen können Sie die Werte selbst durchspielen.

Typische Fehler beim Anlegen eines Kontos

  • Großbuchstaben oder Ziffer 0: Der häufigste Grund für „invalid name“. Nur a–z, 1–5 und Punkt.
  • Zu wenig RAM: Wer ein Konto selbst anlegt, muss genug RAM mitkaufen. Ohne RAM kann das Konto später nicht einmal Token empfangen.
  • Owner und active identisch: Bequem, aber riskant. Wird der eine Schlüssel kompromittiert, ist alles weg.
  • Gefälschte „Account-Generatoren“: Websites, die gegen Gebühr ein Konto anlegen und dabei Ihren privaten Schlüssel abfragen, sind Betrug. Seriöse Dienste fragen nur nach Ihrem öffentlichen Schlüssel.

Wie Sie Ihr Konto danach am sichersten aufbewahren, erklärt unser EOS-Wallet-Vergleich. Wenn Sie mit Ihrem neuen Konto Rendite erzielen wollen, lesen Sie weiter bei EOS Staking.

Anchor Wallet

Ausführlicher Test der Anchor Wallet von Greymass.

RAM / CPU / NET

RAM, CPU und NET erklärt – mit Rechner.

Staking

EOS-Staking und REX: Woher die Rendite kommt.

Glossar

BP, REX, PowerUp und weitere Begriffe.

Häufige Fragen

Kann ich ein EOS-Konto kostenlos erstellen?

Ja. Über Anchor lässt sich ein Vaulta-Konto kostenlos anlegen; das Netzwerk sponsert die Ressourcen, zur Missbrauchsprüfung melden Sie sich mit Google oder Apple an. Auch Wombat bietet kostenlose Konten an.

Wie lang darf ein EOS Account Name sein?

Ein regulärer Kontoname hat genau 12 Zeichen. Kürzere Namen gibt es nur als Premium-Namen, die über eine On-Chain-Auktion oder als Unterkonto eines Suffix-Besitzers vergeben werden.

Welche Zeichen sind im Kontonamen erlaubt?

Nur Kleinbuchstaben a–z, die Ziffern 1 bis 5 und der Punkt. Der Name darf nicht mit einer Ziffer oder einem Punkt beginnen und nicht mit einem Punkt enden. Ziffern wie 0, 6, 7, 8 und 9 sind nicht erlaubt.

Was kostet ein EOS-Konto, wenn ich es selbst bezahle?

Ein neues Konto braucht etwa 2.996 Bytes RAM. Bei den zuletzt beobachteten RAM-Preisen entspricht das ungefähr 1 A plus einer winzigen PowerUp-Gebühr. Der RAM-Preis schwankt, rechnen Sie also mit Abweichungen.

Kann ich meinen Kontonamen später ändern?

Nein. Der Name ist dauerhaft. Sie können aber jederzeit ein neues Konto anlegen und Ihre Token dorthin senden – oder die Schlüssel eines bestehenden Kontos austauschen.

Hat sich mein EOS-Konto durch Vaulta geändert?

Nein. Chain-ID, Kontonamen, Schlüssel und Verträge sind gleich geblieben. Neu ist nur der Token A, in den Sie EOS 1:1 tauschen können. Mehr dazu unter EOS → Vaulta.

Quellen

  1. Vaulta Docs – Accounts und Berechtigungen
  2. Vaulta Docs – Ressourcen
  3. Anchor Wallet – offizielle Website
  4. Unicove – Wallets für die Vaulta-Anmeldung
  5. Unicove – MetaMask für Vaulta
  6. Greymass Support – Konto mit Ledger und Anchor Desktop
  7. Vaulta System Contracts (GitHub)

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