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TL;DR
- EOS kann man nicht minen – Belohnungen gibt es über Staking im REX-Pool.
- Die Rendite speist sich aus einer Reserve von 250 Mio. Token mit Halbierung alle 4 Jahre; zuletzt etwa 7–8 % p. a., schwankend.
- Das Unstaking dauert 21 Tage. Planen Sie Liquidität entsprechend.
- Seit REX 2.0 ist keine Producer-Abstimmung mehr Pflicht; Staking läuft in A über
core.vaulta.
EOS Staking in einem Satz
EOS Staking bedeutet, A-Token (früher EOS) im Systemvertrag der Vaulta-Blockchain zu sperren. Im Gegenzug erhalten Sie REX – einen nicht übertragbaren Anteil am Staking-Pool, dessen Wert gegenüber A nur steigen kann, weil laufend Belohnungen hineinfließen.
Klingt nach Sparbuch, ist aber keins: Es gibt keinen festen Zinssatz, keine Einlagensicherung und einen Kurs, der kräftig schwanken kann. Die Rendite wird in A ausgezahlt. Fällt A in Euro, kann Ihr Depot trotz Staking-Erträgen im Minus liegen. Wer das im Kopf behält, kann Staking sinnvoll nutzen.
EOS Mining? Warum das nicht geht
Viele suchen nach „EOS Mining“ – und landen auf zweifelhaften Cloud-Mining-Angeboten. Die Wahrheit ist einfach: EOS lässt sich nicht minen. Die Blockchain nutzt kein Proof of Work wie Bitcoin. Blöcke produzieren 21 gewählte Block Producer im Wechsel, alle 0,5 Sekunden einer. Es gibt keine Grafikkarten, keine Mining-Pools und keine Hashrate.
Angebote, die „EOS Mining“ gegen Gebühr versprechen, sollten Sie deshalb mit größter Skepsis betrachten. Wie die Blockproduktion tatsächlich funktioniert, erklärt unsere Seite DPoS und Block Producer.
Woher kommen die Staking-Zinsen?
Im Jahr 2024 haben die Block Producer die Tokenomics grundlegend umgebaut: Das maximale Angebot wurde auf 2,1 Mrd. Token begrenzt, und für Staker wurde eine Staking Rewards Reserve von 250 Mio. Token eingerichtet. Diese Reserve wird über 4-Jahres-Zyklen mit Halbierung ausgeschüttet:
| Zeitraum | Ausschüttung gesamt | Pro Jahr |
|---|---|---|
| Jahre 1–4 | 125 Mio. | 31,25 Mio. |
| Jahre 5–8 | 62,5 Mio. | 15,625 Mio. |
| Jahre 9–12 | 31,25 Mio. | 7,8125 Mio. |
| danach | halbiert weiter | sinkend |
Die Ausschüttung startete am 8. Juli 2024 mit REX 2.0. Der Weg des Geldes: Block Producer rufen claimrewards auf, die Mittel fließen über eosio.saving an eosio.reward und werden per donatetorex in den REX-Pool eingezahlt. Dadurch steigt der Wert jedes REX-Anteils gegenüber A. Hinzu kommen kleinere Einnahmen, etwa aus Namensauktionen.
Die Rendite lässt sich grob selbst ausrechnen: 31,25 Mio. ÷ rund 406 Mio. gestakte A ≈ 7,7 % pro Jahr. Das deckt sich mit der Angabe von 7,67 % auf der Proxy-Seite von EOS Nation. Zum Start 2024 waren es zeitweise über 60 %, weil anfangs kaum jemand gestakt hatte. Wenn mehr Token in den Pool fließen, sinkt der Prozentsatz – und mit der nächsten Halbierung ebenfalls. Mehr zur Angebotsseite: EOS Tokenomics und Halving.
So funktioniert REX
REX stand ursprünglich für „Resource Exchange“: Staker vermieteten ihre Token als CPU- und NET-Kapazität an dApps. Seit 2021 werden CPU und NET über PowerUp gemietet, und REX ist im Kern zum Staking-Pool geworden. Mit REX 2.0 (Systemverträge v3.5.0, Juli 2024) kamen wichtige Änderungen:
- Keine Abstimmungspflicht mehr: Früher musste man für 21 Producer oder einen Proxy stimmen, um REX zu kaufen. Das entfällt.
- 21 Tage statt 4 Tage: Die Reifezeit wurde konfigurierbar und auf 21 Tage gesetzt.
- Direkt in die Ersparnis: Gekaufte REX-Anteile landen sofort im „Savings“-Bucket und bleiben dort, bis Sie aktiv unstaken.
- Neuer Vertrag
eosio.reward: Er verteilt die Belohnungen an den Pool.
Seit den Systemverträgen v3.10.0 laufen Stake, Unstake und Claim über core.vaulta in A. Intern rechnet der Systemvertrag weiterhin in EOS, für Sie als Nutzer ist aber A die relevante Einheit. Ihr gestaktes Guthaben ist bei der Umbenennung gestakt geblieben.
Wichtig: Kein Liquid Staking
REX ist nicht übertragbar. Sie bekommen kein Token, das Sie an einer Börse verkaufen oder als Sicherheit hinterlegen könnten. Wer kurzfristig an sein Geld muss, kommt erst nach 21 Tagen heran. Planen Sie also nur Beträge ein, die Sie mindestens einen Monat entbehren können.
Den Gesamtbestand und die Entwicklung des Pools zeigt die REX-Statistik von EOS Authority.

Anleitung: EOS (A) in fünf Schritten staken
- Wallet vorbereiten
Sie brauchen ein eigenes Konto und eine selbstverwahrende Wallet. Am einfachsten ist Anchor, die auch ein kostenloses Konto anlegt.
- A-Token aufs Konto bringen
Kaufen Sie A an einer Börse und heben Sie sie auf Ihr Konto ab (Memo der Börse beachten). Alten EOS tauschen Sie vorher 1:1 in A – siehe EOS in A tauschen.
- Staking-Portal öffnen
Gehen Sie auf unicove.com/en/vaulta/staking und verbinden Sie Ihre Wallet. Das Portal zeigt die aktuelle Rendite und die Sperrfrist.
- Betrag eingeben und signieren
Lassen Sie ein paar A frei für RAM und Ressourcen. Bestätigen Sie die Transaktion in Anchor.
- Unstaken, wenn nötig
Wählen Sie „Unstake“, warten Sie 21 Tage und heben Sie die Token dann ab. Die Belohnungen stecken bereits im höheren REX-Wert.
A-Kurs live: Was ist Ihr Stake gerade wert?
Live- 1 Std.
- —
- 7 T.
- —
- 30 T.
- —
- 1 J.
- —
- Marktkapitalisierung
- —
- 24h-Volumen
- —
- Rang
- —
- Im Umlauf
- —
Daten: CoinGecko-API. Ggf. verzögert.
Erst kaufen, dann staken
Eröffnen Sie ein kostenloses Konto auf einer regulierten Plattform und kaufen Sie Ihre erste Kryptowährung in Euro. Beginnen Sie mit einem Betrag, den Sie langfristig entbehren können.
Lizenzierte, regulierte Plattform · seit 2013 am Markt
On-Chain-Staking oder Börse?
On-Chain über REX
- Sie behalten die Schlüssel
- Transparente Regeln im Systemvertrag
- Rendite direkt aus der Reserve, ohne Zwischenhändler
- Option, zusätzlich für Producer zu stimmen
Was dagegen spricht
- 21 Tage Sperrfrist ohne Ausnahme
- Etwas Technik: Konto, Wallet, Ressourcen
- Rendite sinkt mit wachsendem Pool und Halbierungen
- Kursrisiko von A bleibt voll bestehen
Börsen-Produkte können bequemer sein, folgen aber den Bedingungen des Anbieters. In Deutschland sollten Sie darauf achten, dass der Anbieter nach MiCA zugelassen ist – zuständig ist die BaFin, die Zulassung lässt sich im ESMA-Register prüfen. Welche Plattformen A handeln, zeigt unsere Seite EOS-Börsen.
Staking und Abstimmen: zwei verschiedene Dinge
Neben REX gibt es auf EOS das klassische „Delegieren“ von Token für Ressourcen (delegatebw), das die Grundlage für Stimmen bei der Wahl der Block Producer bildet. Jedes Konto kann für bis zu 30 Producer stimmen. Über sogenannte Proxies können Sie Ihre Stimme an jemanden übertragen, der für Sie abstimmt; manche Proxies geben einen Teil der Producer-Vergütung an ihre Unterstützer weiter. Diese Zusatzerträge stammen von Drittanbietern und schwanken stark.
Wichtig ist: Ihre Stimme beeinflusst, wer das Netzwerk betreibt. Wer stimmt, trägt zur Dezentralisierung bei. Wie die Wahl funktioniert und warum alte Stimmen an Gewicht verlieren, erfahren Sie unter EOS DPoS.

Rechenbeispiel: Was bringen 1.000 A?
Angenommen, Sie staken 1.000 A und die Rendite bleibt ein Jahr lang konstant bei 7,7 %. Dann wären es nach einem Jahr rund 1.077 A – die Erträge stecken im gestiegenen Wert Ihrer REX-Anteile, Sie müssen nichts manuell „einsammeln“. Realistisch ist das aber nur eine grobe Orientierung:
- Steigt die Menge im Pool, sinkt Ihr Anteil an den 31,25 Mio. A pro Jahr.
- Mit der nächsten Halbierung der Reserve sinkt die Ausschüttung auf 15,625 Mio. A pro Jahr.
- Was 1.077 A in Euro wert sind, entscheidet allein der Markt. Den aktuellen Kurs sehen Sie auf unserer Seite EOS-Kurs.
Ein Beispiel mit Kursverlust: Fällt A im selben Jahr um 20 %, steht trotz Staking ein Minus in Euro. Staking ist also kein Schutz vor Kursrückgängen, sondern ein Zusatzertrag für Leute, die A ohnehin langfristig halten wollen.
Risiken beim EOS Staking
- Kursrisiko: A hat seit dem Allzeithoch von EOS 2018 rund 99 % verloren und im Juni 2026 ein neues Allzeittief markiert. Rendite in A schützt nicht vor Verlusten in Euro.
- Liquiditätsrisiko: 21 Tage Wartezeit können bei einem Kurssturz sehr lang sein.
- Governance-Risiko: Die Block Producer können mit 15 von 21 Stimmen Parameter des Systemvertrags ändern – auch die Aufteilung der Belohnungen.
- Bedienfehler: Phishing-Seiten, die sich als Staking-Portal ausgeben, sind verbreitet. Nutzen Sie nur unicove.com und prüfen Sie jede Signatur.
Eine ausführliche Risikoanalyse lesen Sie unter Ist EOS sicher?. Zu Steuern gilt: In Deutschland sind private Veräußerungsgewinne aus Kryptowerten nach mehr als einem Jahr Haltedauer in der Regel steuerfrei (§ 23 EStG). Wie das bei Staking im Einzelfall aussieht, klären Sie bitte mit einem Steuerberater.
Anchor Wallet
Ausführlicher Test der Anchor Wallet von Greymass.
Tokenomics
Maximalangebot, Umlauf, Burns und Halving.
DPoS & Producer
Delegated Proof of Stake und die 21 Block Producer.
Live-Kurs
Aktueller EOS-Kurs, interaktiver Chart, Marktkapitalisierung.
Häufige Fragen
Wie viel Zinsen bringt EOS Staking?
Eine feste Verzinsung gibt es nicht. Die Rendite ergibt sich aus der Belohnungsreserve geteilt durch die Menge gestakter Token. In jüngeren On-Chain-Daten lag sie bei rund 7–8 % pro Jahr (EOS Nation Proxy: 7,67 % für REX). Der Wert ändert sich laufend – je mehr gestakt wird, desto niedriger.
Kann man EOS minen?
Nein. EOS (Vaulta) nutzt Delegated Proof of Stake und hat kein Mining. Neue Blöcke erzeugen 21 gewählte Block Producer. Wer Token „verdienen“ will, kann staken oder für Ressourcen-Vermietung Belohnungen aus dem REX-Pool erhalten.
Wie lange dauert das Unstaking?
Mindestens 21 Tage ab dem Moment, in dem Sie das Unstaking auslösen. Erst danach können Sie die Token abheben. Solange Sie nicht unstaken, bleiben die Token unbegrenzt gesperrt.
Muss ich für Block Producer stimmen, um zu staken?
Seit REX 2.0 nicht mehr. Früher war eine Stimme für 21 Producer oder einen Proxy Pflicht, heute nicht. Abstimmen ist aber weiterhin möglich und sinnvoll – mehr dazu unter DPoS und Block Producer.
Ist EOS Staking auf Börsen dasselbe?
Nicht unbedingt. Börsen bieten eigene Produkte an, deren Bedingungen, Laufzeiten und Risiken sie selbst festlegen. On-Chain-Staking über REX läuft direkt über den Systemvertrag der Blockchain, und Sie behalten die Schlüssel.
Muss ich Staking-Erträge versteuern?
Steuerfragen hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Für Deutschland gilt allgemein, dass private Veräußerungen von Kryptowerten nach mehr als einem Jahr Haltedauer in der Regel steuerfrei sind (§ 23 EStG). Zu Staking-Erträgen und Ihrem Einzelfall sollten Sie unbedingt einen Steuerberater fragen.
Quellen
eoscoin.org ist ein unabhängiges Informations- und Vergleichsportal. Die Inhalte stellen keine Finanz-, Anlage- oder Rechtsberatung dar. Kryptowerte unterliegen starken Kursschwankungen – informieren Sie sich selbst, bevor Sie Entscheidungen treffen. Haftungsausschluss · Über uns






