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Anchor Wallet: Test und Anleitung für EOS (Vaulta)

Anchor ist die Wallet, auf die das Vaulta-Ökosystem selbst verweist. Wir zeigen, was die App von Greymass kann, wie Sie in wenigen Minuten ein kostenloses Konto anlegen und wo die Grenzen liegen.

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GratisKonto über Anchor

6 Min. Lesezeit

Auf dieser Seite
  1. Was ist Anchor Wallet?
  2. Funktionen im Überblick
  3. Anchor Wallet einrichten: Schritt für Schritt
  4. Anchor mit Ledger: maximale Sicherheit
  5. Staking, Abstimmen und Tausch mit Anchor
  6. Stärken und Schwächen von Anchor
  7. Sicherheitstipps für Anchor-Nutzer
  8. Häufige Probleme mit Anchor – und was hilft
  9. Anchor oder Wombat?
  10. Fazit: Für wen lohnt sich Anchor?

TL;DR

  • Anchor von Greymass ist aktiv gepflegt, Vaulta-nativ und läuft im Browser, auf iOS, Android und Desktop.
  • Neue Nutzer bekommen ein kostenloses Konto; die Anmeldung mit Google oder Apple dient nur dem Missbrauchsschutz.
  • Für Ledger brauchen Sie Anchor Desktop – die Mobil-App war bislang nicht Ledger-fähig.
  • Staking, Abstimmen und der EOS-→-A-Tausch laufen über Unicove; Anchor signiert.

Was ist Anchor Wallet?

Anchor ist eine selbstverwahrende Wallet für Blockchains auf Basis von Antelope – allen voran EOS, das heute Vaulta heißt. Entwickelt wird sie von Greymass, einem Team, das seit den Anfängen von EOS Infrastruktur baut und auch hinter dem Portal Unicove sowie dem Ressourcendienst Fuel steht.

Eine eigene „offizielle Vaulta-Wallet“ der Foundation gibt es nicht. Anchor ist aber die Wallet, auf die Unicove und vaulta.com als primäre native Lösung verweisen. Wer EOS bzw. A selbst verwahren möchte, landet deshalb fast zwangsläufig bei Anchor. Einen Überblick über Alternativen bietet unser EOS-Wallet-Vergleich.

Ein verbreitetes Gerücht hält sich hartnäckig: Anchor sei eingestellt. Das stimmt nicht. Die alte Adresse greymass.com/anchor leitet heute auf anchorwallet.io weiter, die Wallet wurde neu gestaltet, und die Desktop-Version bekommt weiterhin Updates.

4Plattformen: Browser, iOS, Android, Desktop
0 €für ein gesponsertes Konto
12Zeichen im Kontonamen
~1 sbis zur Finalität

Funktionen im Überblick

FunktionWas sie bringtWo verfügbar
Kostenloses KontoEinstieg ohne eigene TokenBrowser, Mobil
Passkey-LoginKeine Installation, Schlüssel im GerätBrowser-Version
dApp-Login (WharfKit)Anmelden bei DEXs, Spielen, NFT-MärktenAlle Versionen
Ledger-AnbindungHardware-SicherheitNur Desktop
Ressourcen-VerwaltungRAM, CPU, NET im BlickMit Unicove
Mehrere NetzwerkeVaulta, Jungle4, WAX, TelosAlle Versionen

Für dApp-Entwickler ist WharfKit wichtig: Das SDK ist der Nachfolger von anchor-link und UAL und der Standard, über den sich Anchor mit Webanwendungen verbindet. Für Sie als Nutzer heißt das: Taucht in einer dApp der Button „Login with Anchor“ auf, öffnet sich Ihre Wallet und fragt nach Bestätigung.

Anchor Wallet einrichten: Schritt für Schritt

Die schnellste Variante ist die Browser-Version unter vaulta.anchorwallet.io. Sie brauchen nichts zu installieren, und der Schlüssel landet als Passkey im Schlüsselbund Ihres Geräts – auf dem iPhone etwa im iCloud-Schlüsselbund, unter Android im Google Passwortmanager.

  1. Anchor öffnen

    Rufen Sie vaulta.anchorwallet.io auf oder installieren Sie die App aus dem offiziellen App Store bzw. Google Play. Achten Sie auf den Herausgeber Greymass – gefälschte Wallet-Apps sind ein bekanntes Problem.

  2. Neues Konto wählen

    Starten Sie die Kontoerstellung. Melden Sie sich mit Google oder Apple an. Das dient nur dazu, Massenanmeldungen zu verhindern, weil das Netzwerk die Kosten übernimmt.

  3. Passkey bestätigen

    Ihr Gerät fragt per Face ID, Fingerabdruck oder PIN nach. Damit wird der Schlüssel erzeugt und lokal gesichert.

  4. Kontonamen notieren

    Sie erhalten einen Namen mit 12 Zeichen. Er ist Ihre „Kontonummer“ für Einzahlungen – bitte buchstabengenau notieren.

  5. Backup einrichten

    Ein Passkey ist an Ihr Geräte-Ökosystem gebunden. Überlegen Sie, wie Sie bei Geräteverlust wieder Zugriff bekommen: zweites Gerät, Ledger mit Anchor Desktop oder ein zusätzlicher Schlüssel.

  6. Testbetrag empfangen

    Lassen Sie sich zuerst einen kleinen Betrag A senden und prüfen Sie den Eingang in Anchor und im EOS-Explorer.

Ausführlicher – inklusive Namensregeln, Premium-Namen und Berechtigungen – erklärt es unsere Seite EOS-Konto erstellen.

Anchor mit Ledger: maximale Sicherheit

Für größere Bestände ist die Kombination aus Anchor Desktop und einer Ledger die solideste Lösung im EOS-Ökosystem. Sie installieren auf der Ledger die App „EOS“, verbinden das Gerät mit Anchor Desktop und können dann ein bestehendes Konto nutzen oder ein neues anlegen. Jede Transaktion bestätigen Sie auf dem Gerät.

Wichtig: Die mobile Anchor-App unterstützte Ledger laut Greymass bislang nicht. Wer unterwegs signieren will, braucht dafür ein separates Konto oder eine eigene Berechtigung mit begrenzten Rechten.

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Für den Alltag die App, für größere Summen die Hardware-Wallet.

Staking, Abstimmen und Tausch mit Anchor

Anchor selbst ist vor allem ein Signiergerät. Die meisten Aktionen starten Sie im Web-Portal Unicove und bestätigen sie dann in Anchor:

  • EOS in A tauschen: Im Tauschportal geben Sie den Betrag ein, Anchor signiert. Das Verhältnis ist 1:1, ohne Gebühren. Details: EOS in A tauschen.
  • Staking: In Unicove den Betrag eingeben, bestätigen, fertig. Beachten Sie die 21-tägige Sperrfrist beim Auflösen. Alles zur Rendite: EOS Staking.
  • Block Producer wählen: Gestakte Token können für bis zu 30 Produzenten stimmen. Wie das System funktioniert, erklärt DPoS und Block Producer.
  • Ressourcen: RAM kaufen oder CPU/NET per PowerUp mieten. Was das kostet, rechnet unser Rechner auf der Seite RAM, CPU und NET vor.

Greymass bietet mit Fuel außerdem einen Dienst, der CPU und NET für Anchor-Nutzer mitsigniert. Im Alltag merken Sie davon wenig – Transaktionen gehen einfach durch, ohne dass Sie Ressourcen planen müssen.

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Stärken und Schwächen von Anchor

Das spricht für Anchor

  • Vaulta-nativ und aktiv gepflegt
  • Kostenloses Konto ohne eigene Token
  • Browser-Version ganz ohne Installation
  • Ledger-Anbindung über Desktop
  • Standard-Login bei den meisten EOS-dApps
  • Auch für WAX und Telos nutzbar

Das sollten Sie wissen

  • Gratis-Konto nur mit Google- oder Apple-Anmeldung
  • Mobile App ohne Ledger-Unterstützung
  • Staking und Voting laufen über ein separates Portal
  • Kein Kauf mit Euro direkt in der Wallet
  • Passkey-Backup will gut durchdacht sein

Sicherheitstipps für Anchor-Nutzer

Selbstverwahrung heißt: Niemand kann Ihnen helfen, wenn der Schlüssel weg ist. Diese Regeln sollten Sie beherzigen:

  • Nur offizielle Quellen: anchorwallet.io, die offiziellen App-Stores und die GitHub-Seite von Greymass für Desktop-Downloads.
  • Owner und active trennen: Der owner-Schlüssel ist der Generalschlüssel Ihres Kontos. Lagern Sie ihn, wenn möglich, auf einer Ledger oder offline.
  • Signaturanfragen lesen: Anchor zeigt vor dem Signieren, welche Aktion ausgeführt wird. Eine Aktion updateauth ändert Ihre Schlüssel – das sollten Sie nur bewusst tun.
  • Keine Schlüssel eintippen: Keine seriöse Website verlangt Ihren privaten Schlüssel. Wer danach fragt, will Sie bestehlen.
  • Veraltete Tools meiden: bloks.io dient nicht mehr als EOS-Explorer. Nutzen Sie Unicove oder EOS Authority.

Mehr zu Betrugsmaschen und Projektrisiken lesen Sie unter Ist EOS sicher?.

Häufige Probleme mit Anchor – und was hilft

„Mein A-Guthaben wird nicht angezeigt“

Seit der Umbenennung gibt es zwei Token auf derselben Chain: A aus dem Vertrag core.vaulta und den alten EOS aus eosio.token. Prüfen Sie zuerst, ob Anchor auf das Netzwerk Vaulta eingestellt ist. Im Zweifel geben Sie Ihren Kontonamen im Explorer ein: Dort sehen Sie beide Salden getrennt. Liegt noch alter EOS auf dem Konto, ist der Tausch nicht verloren – eine Frist gibt es nicht.

„Transaktion fehlgeschlagen: CPU oder NET nicht ausreichend“

Auf EOS zahlen Sie keine Gas-Gebühr pro Transaktion, brauchen aber Rechenzeit (CPU) und Bandbreite (NET). Normalerweise übernimmt das Fuel für Sie. Klappt es nicht, können Sie per PowerUp für 24 Stunden Ressourcen mieten – für eine einfache Überweisung reicht ein Betrag im Bereich von 0,0001 A. Was dahinter steckt, erklärt unsere Seite zu EOS-Gebühren und PowerUp.

„Die Börse hat meine Einzahlung nicht gutgeschrieben“

Häufigste Ursache ist ein fehlendes oder falsches Memo. Viele Börsen nutzen ein Sammelkonto und erkennen Ihre Einzahlung nur am Memo. Zweite Ursache: Sie haben EOS gesendet, die Börse erwartet aber A – oder umgekehrt. Wenden Sie sich in beiden Fällen mit der Transaktions-ID an den Support der Börse. Welche Plattformen A handeln, zeigt unsere Börsenübersicht.

„Ich habe mein Handy verloren“

Ob Sie wieder an Ihr Konto kommen, hängt vom Backup ab. Ein Passkey, der im Cloud-Schlüsselbund synchronisiert wird, lässt sich auf einem neuen Gerät desselben Ökosystems wiederherstellen. Haben Sie einen zusätzlichen Schlüssel oder eine Ledger als owner hinterlegt, können Sie damit die Berechtigungen neu setzen. Ohne Backup gibt es keinen Weg zurück – deshalb gehört die Sicherung an den Anfang, nicht ans Ende.

Anchor oder Wombat?

Wer sich mit EOS-Spielen beschäftigt, stößt auf Wombat, eine Chrome-Erweiterung mit Gaming-Fokus. Beide legen kostenlose Konten an. Der Unterschied: Anchor ist auf Vaulta und den A-Token ausgerichtet und unterstützt Ledger; bei Wombat ist die A-Unterstützung nicht offiziell bestätigt. Für Ihr Hauptkonto empfehlen wir Anchor, für Spiele kann Wombat ergänzen. Den Test lesen Sie hier: Wombat Wallet.

Fazit: Für wen lohnt sich Anchor?

Anchor ist für fast jeden EOS-Nutzer die richtige erste Wahl: Einsteiger bekommen ein Gratis-Konto, Fortgeschrittene die Ledger-Anbindung und Zugriff auf alle dApps. Einziger echter Nachteil ist die Aufteilung zwischen Wallet und Portal, an die man sich erst gewöhnen muss. Wer neu bei EOS ist, liest am besten zuerst unseren Einstieg Was ist EOS?.

Konto erstellen

So erstellen Sie ein EOS-Konto mit 12 Zeichen.

Staking

EOS-Staking und REX: Woher die Rendite kommt.

EOS in A tauschen

Alte EOS Schritt für Schritt in A-Token umwandeln.

dApp-Verzeichnis

Filterbares Verzeichnis der EOS-dApps.

Häufige Fragen

Ist Anchor Wallet kostenlos?

Ja. Die App selbst kostet nichts, und über Anchor lässt sich ein kostenloses Vaulta-Konto anlegen, dessen Ressourcen das Netzwerk sponsert. Wer bereits Token besitzt, kann die Kontogebühr alternativ selbst zahlen.

Ist Anchor Wallet seriös und sicher?

Anchor stammt von Greymass, einem langjährigen Team im EOS-Ökosystem, das auch das offizielle Portal Unicove baut. Die Wallet ist selbstverwahrend: Ihre Schlüssel bleiben auf Ihrem Gerät. Die Sicherheit hängt deshalb vor allem davon ab, wie gut Sie Gerät und Backup schützen.

Wird Anchor Wallet noch weiterentwickelt?

Ja. Anchor ist nicht eingestellt, sondern wurde neu gestaltet und wird aktiv gepflegt. Die Desktop-Version erhält weiterhin neue Releases auf GitHub, und die Wallet listet Vaulta als natives Netzwerk.

Warum muss ich mich mit Google oder Apple anmelden?

Das ist ein Schutz gegen Missbrauch: Weil das Netzwerk die Kosten für neue Konten übernimmt, soll niemand massenhaft Gratis-Konten erzeugen. Ihre privaten Schlüssel liegen dabei nicht bei Google oder Apple, sondern als Passkey auf Ihrem Gerät.

Kann ich mit Anchor EOS in A tauschen?

Ja. Sie verbinden Anchor mit dem Tauschportal von Unicove und bestätigen den 1:1-Tausch in der Wallet. Die Schritte zeigt unsere Anleitung EOS in A tauschen.

Funktioniert Anchor mit Ledger?

Ja, über Anchor Desktop zusammen mit der Ledger-App „EOS“. Die mobile Anchor-App war laut Greymass bislang nicht Ledger-kompatibel.

Quellen

  1. Anchor Wallet – offizielle Website
  2. Anchor Wallet – Vaulta-Netzwerk
  3. Greymass Anchor – Releases auf GitHub
  4. Greymass Support – Ledger mit Anchor verbinden
  5. Greymass Support – Konto mit Ledger und Anchor Desktop
  6. Unicove – Vaulta-Portal
  7. WharfKit – Wallet-Anbindung für dApps

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